TomTom Bandit im Extremtest – Bungee Jumping in Berlin mit Jochen Schweizer

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Mein Schwager sagte letztens: „Wenn du eine Action Cam besitzt, siehst du zum ersten Mal, wie langweilig dein Leben ist!“

Recht hat er, hab ich festgestellt, als meine TomTom Bandit vom Mann in braunen Shorts gebracht wurde und ich die Wasserdichtigkeit in der Badewanne testen konnte. Danach hab ich mich in den Outdoor-Urlaub am Bodensee aufgemacht. Da macht so eine Action Cam schon mehr Spaß, denn die Bilder unterwegs sind der Wahnsinn. Auch hier kann man im Wasser ein paar Bilder machen, nur um danach schwimmenden Dreck in UHD auf dem Rechner zu haben. Schön war’s… aber keine Action.

Mehr Spaß hat man dann schon im Legoland. Ab in die Achterbahn, Kamera an und los geht’s… okay, ich hatte den fehlenden Sucher noch nicht beachtet und wollte nicht das Smartphone auf der Achterbahn in der anderen Hand führen, doch die G-Sensoren, die GPS-Auswertungen und der Klang des eigenen Schreiens sind schon cool. Aber Action? Immer noch nicht.

Darauf hatten TomTom und Jochen Schweizer zum Glück eine Antwort: sie luden mich gemeinsam zum Bungee Jumping ein. Was muss man vorher wissen? Ich habe tödliche Höhenangst. Dabei halfen mir allerdings zwei Aspekte: einmal die Aussage „Wenn es wirklich gefährlich wäre, wäre es in Deutschland gar nicht erlaubt!“ und „In der Höhe bist du sowieso nicht lange. Sollst ja RUNTER springen!“

Na gut, also los nach Berlin. Kommt man im beschaulichen Schmöckwitz im Berliner Osten an, glaubt man schon mal nicht mehr, dass man in einer Weltstadt ist. Doch mittendrin ragt ein ca. 40m hoher Turm aus dem Nichts, mitten am Yachthafen. Da soll ich also hoch? Wie ich schon an meiner TomTom Runner 2 sah, ging mein Puls langsam von 80bmp auf gemütliche 100bpm hoch.[AMAZONPRODUCTS asin=“B0156G3ZEA“]

Was einem da hilft ist das grandiose Team von Jochen Schweizer. Die Kollegen halten einem das Händchen und lassen einen wissen, dass sie selbst heute früh schon jeder 10 Mal gesprungen sind, um das Seil warm zu springen 😛 Dann geht alles ganz schnell: Ab auf die Wage, um dem schweren Gentlegeek das richtige Seil auszusuchen, Geschirr von Edelrith um die Hüfte, Manchetten um die Füße und ganz wichtig: Brustgurt für die TomTom Bandit um, Geschirr mit Kamera um und ab in die Gondel.

Ich hatte dabei das Glück, ein sehr nettes Team von Jochen Schweizer an Board zu haben. Einer der Kollegen hat mich festgehalten, bis ich fallen sollte und eine nette Dame hat die Kamera gehalten, die nicht nur mein Gesicht, sondern auch mich von oben filmen durfte. Völlig schmerzfrei die Kollegen. Aber egal, nun lass ich endlich Bilder sprechen:

Wie ihr seht, ich hatte einen riesigen Spaß und obwohl ich erwartet hatte, danach „NIE WIEDER!“ zu schreien, habe ich eher „NOCH MAL!“ gebrüllt. Ich kann es jedem nur empfehlen.

Zur TomTom Bandit:

Die Kamera an sich hat einen ganz anderen Fokus, als alles, was ich je von GoPro oder AEE in der Hand hatte. Neben UHD-Videos nimmt die CAM nämlich alle GPS Daten, alle G-Sensor-Daten und sogar den Puls via Pulsgurt auf. Schade hier: Wer die TomTom Runner oder Spark am Handgelenk hat, darf sie 1. nicht beim Sprung tragen und 2. sind die beiden Geräte leider nicht kompatibel.[AMAZONPRODUCTS asin=“B00WV6A17I“]

Nach dem Sprung ist es ein leichtes, die Bilddaten der Kamera auf dem iPhone, Android-Phone oder dem iPad direkt anzuschauen, zu schneiden und zu teilen. Besonders schön: Die Kamera macht es einem leicht, über einen Knopfdruck ein Highlight zu setzen, um die entsprechende Stelle schnell zu finden. Gleichzeitig setzt die Cam eigene Highlights, wenn sie extreme Geschwindigkeiten, G-Belastungen oder Pulssprünge feststellt und diese markiert.

Das bearbeiten in der App ist manchmal etwas buggy, aber wird mit jedem Update besser. Wer sich die Zeit nehmen kann, zuhause am Rechner zu bearbeiten, sollte das tun. Das Schöne: es ist keine 800€-Software notwendig, sondern die Gratis-Software von TomTom bietet schon viele tolle Optionen.

Zur Bedienung:

Wenn auch die Kamera beim Sprung von den Kollegen von Jochen Schweizer bedient wurde, hatte ich auch eine Menge Spaß damit. Es ist an sich schon grandios, dass jeder, der seine TomTom Runner bedienen kann, für die TomTom Bandit überhaupt nichts Neues mehr lernen muss. Alle Optionen, sei es Kamera-Optionen (Foto, Video, SloMo, etc.), Verbindung zur Peripherie oder oder oder, alles ist durch drei Klicks verfügbar und über die Wippe zu machen. Auch die App-Bedienung ist toll. Die Verbindung steht schnell, ist stabil und funktioniert gut (was ich bei AEE nie geschafft habe). Da macht es Spaß, direkt zu bearbeiten und in Social Networks zu teilen. Die super einfache Bedienung lässt sich hier gut sehen:

Was hat mir noch besonders gefallen?

Ihr seht, ich bin schon sehr begeistert. Wo ich bei GoPro und AEE nie verstanden habe, was so toll an Action Cams sein soll, habe ich hier gleich Blut geleckt. Was mich immer genervt hat,

(c) TomTOm
(c) TomTOm

waren Wasser-Gehäuse, die mir nur noch 3 Knöpfe geboten haben und ich jedes mal ein- und auspacken musste, um Einstellungen zu ändern. Mit der richtigen Linse ist die Bandit bis 40m wasserdicht und voll bedienbar. Nur sollte man wollen, dass die Cam schwimmt, braucht man ein besonderes Gehäuse (welches aber auch die Funktion nicht einschränkt und total cool aussieht!)

Die Akku-Laufzeit mit über 3 Stunden Dauervideo und eeeeeeeeeeeeeeewigem Standby ist der Wahnsinn. Was man verbessern könnte ist höchstens das Mikrofon, welches etwas schwach auf der Brust ist und die Pixelschärfe, die nicht immer mit jeder Bewegung mitkommt.

Das Wichtigste hab ich fast vergessen: Die Bandit kommt tatsächlich ganz ohne Kabel aus. Da man das komplette Innenteil der Kamera herausnehmen kann und damit Speichermedium und Akku gleichzeitig entfernt, kann man diesen via integriertem USB-Anschluss an den Rechner anschließen. Außerdem gibt es den Batterie-Stick relativ günstig nachzukaufen, sodass man mehrere Akkus direkt mit Speicherkarten ausstatten kann und mit nur 2x Drehen gleich Speicher und Akku austauscht. Cleveres Konzept, dass jegliches Kabel endlich überflüssig macht.

(c) TomTom
(c) TomTom

Alles in Allem ist die TomTom Bandit aber ein großartiges Gerät und bietet für 300€ eine Menge Funktion und Zubehör. Für mich hat sie einen Design-Award verdient. Apropos Zubehör: Sollte das Zubehör einmal nicht ausreichen, bietet TomTom einen GoPro-Adapter, damit man den vollen Umfang des GoPro Angebots nutzen kann. So etwas hat mir bei anderen Anbietern gefehlt. Gerade AEE hat einen Fuß, der genau wie der GoPro-Fuß aussieht, aber gar nicht passt und sich auch nicht adaptieren lässt… Quatsch!

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