SpielReview: „Schäferstündchen“ – Bandenkrieg um blökende Wollpakete

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Stell dir vor, du lebst friedlich in einem idyllischen Dorf, um dich herum geht jeder seiner Arbeit nach und die im Dorf beliebten Schäfchen weiden auf einer grasgrünen Wiese…

Doch halt! Ausgebuffte Banditen wollen die wolligen Wonnepropen stehlen und sie schrecken keineswegs vor Gewalt zurück! Ist ja klar, dass sich die Dorfbewohner das nicht bieten lassen wollen!

So oder so ähnlich startet das Brettspiel „Schäferstündchen„, das Anfang März erschienen ist. Der Illustrator Felix Mertikat, bestens bekannt als Zeichner der ausgezeichneten Comicreihe „Steam Noir“, hat hier sein ganzes Herzblut hineingesteckt und jahrelang am Spiel gearbeitet. Nun hat er es unter seinem eigenen Namen herausgebracht – das Ergebnis kann sich sehen lassen!

(c) Felix Mertikat
(c) Felix Mertikat

Darum geht’s im Spiel: Es bestehen zwei Lager, die Dorfbewohner und die Banditen in den Bergen. Die Banditen wollen an die Schafe im Tal herankommen, die Dorfbewohner diese in Sicherheit bringen. Das ist das Grundprinzip. Ihr entscheidet, in welchem Modus ihr spielen wollt: Auf Eigene Faust (jeder gegen jeden) oder im Team (Dorfbewohner gegen Banditen).

Jeder Mitspieler bekommt also eine Rollenkarte und ist somit Bandit (z.B. Räubertochter) oder Dorfbewohner (z.B. Schäfer). Zu Beginn bekommt jeder zusätzlich Handkarten, die aus ausrüstbaren Gegenständen, Einwurfkarten oder etwa Aktionskarten bestehen.
Jede Runde hat einen bestimmten Ablauf, der von anfangs gelegten Karten bestimmt wird. Man legt zu Beginn sich selbst (Egokarten) und seinen Mitspielern (Vergabekarten) positive oder negative Karten hin, die sich auf die Runde auswirken. Grob besteht eine Runde aus Karten legen, bewegen und (evtl.) Kampf.

Jeder Mitspieler bewegt sich auf einem Spielfeld in Richtung Tal. Kommen mehrere Personen dort in einer Runde an, kommt es zum Kampf um die Schafe.
Und welches Lager am Ende die meisten Schafe hat, hat gewonnen.

Voraussehbar oder eintönig wird dieses Spiel dennoch nie, denn man weiß nie, welche fiese Karte der Gegner noch im Ärmel hat. Da kann man sich dann doch auch mal dümmlichst verlaufen oder man wird beklaut oder oder… Zudem hat jede Rolle seine eigene Spezialfähigkeit, die ihm Vorteile verschafft.

(c) Felix Mertikat
(c) Felix Mertikat

 

Und wenn du denkst, du hast alle Schafe sicher, dann kommt sicherlich noch eine Karte, die dir deinen Coup vermasselt!
Die aberwitzig gezeichneten Karten, die frische Gestaltung des Spiels und so einige überraschende Wendungen machen dieses Spiel zu einem kurzen aber lustigen Vergnügen am Spieletisch.

Es gibt für Spielefreunde nichts besseres als ein gutes Spiel, das sowohl eine gewitzte Spielidee als auch ein schönes Spieledesign vereint. Bei Schäferstündchen bekommt ihr genau das. Ganz klare Kaufempfehlung!

Tipp: Auf der Website erscheinen bald noch FAQ, für alle Fragen, die während des Spiels auftauchen können.

 

(c) Felix Mertikat
(c) Felix Mertikat

 

Ihr könnt euch hier das Spiel holen!

Spieltyp: Brettspiel mit Karten

Spieldauer: 25 min

Spieleranzahl: 2-6

ab 10 Jahren.

Weitere Infos und News gibt es auf facebook unter „Schäferstündchen“.

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