Saving Mr. Banks – wie Disney gerne Disney sieht

Endlich konnte ich Disneys neuen Film „Saving Mr. Banks“ sehen. Ich selbst bin ein großer Fan der Mary-Poppins-Bücher und vorallem des Filmes aus dem Jahre 1964. Deshalb kommt der Film heute hier auch zur Sprache, obwohl er nicht zum Blog-Konzept pass 🙂 Sozusagen in eigener Sache.

© 2013 The Walt Disney Company Germany

Ein erfolgsgewohnter Hollywoodproduzent (Walt Disney gespielt von Tom Hanks), der seit 20 Jahren mit allen Mitteln das Lieblingsbuch seiner Töchter auf die Leinwand bringen möchte, trifft auf eine widerspenstige Romanautorin (Emma Thompson als P. L. Travers), die ihre geliebte Titelheldin nicht freigeben will. Nach einer wahren Begebenheit zeigt SAVING MR. BANKS die bisher noch nie erzählte Geschichte der explosiven Begegnung zwischen Hollywood-Größe Walt Disney und der australisch-britischen Autorin P. L. Travers, Schöpferin des beliebten Kinderbuches „Mary Poppins“. Mary Poppins’ langer Weg auf die Leinwand beginnt, als Walt Disney (Tom Hanks) seinen Töchtern verspricht, ihr Lieblingsbuch zu verfilmen: „Mary Poppins“ von P.L. Travers (Emma Thompson). Bei seinen Bemühungen um die Filmrechte gerät er jedoch an eine dickköpfige Schriftstellerin, die keinesfalls vorhat, ihr magisches Kindermädchen der Hollywood-Maschinerie zum Fraß vorzuwerfen. Nach jahrelangem Verhandeln kann Disney sie Anfang der 60er Jahre überreden, nach Los Angeles zu kommen und sich seine Ideen für eine Kino-Adaption anzuhören. In diesen kurzen zwei Wochen des Jahres 1961 setzt Walt Disney alle Hebel in Bewegung. Mit fantasievollen Storyboards und den fröhlichen Songs der talentierten Sherman Brüder (Jason Schwartzman & B.J. Novak) startet er eine umfassende Kreativ-Offensive, die bei der kratzbürstigen Travers allerdings keine Wirkung zeigt. Denn P.L. Travers verbindet mit ihrer Titelheldin eine ganz persönliche Geschichte, die bis in ihre Kindheit zurück reicht. Die starrköpfige Autorin muss sich erst den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen, bevor sie Mary Poppins ziehen lassen kann.

© 2013 The Walt Disney Company Germany

Und genau das passiert hier. Disney erzählt eine wahre Geschichte (oder zumindest eine Geschichte, die auf der Vergangenheit basiert) die das Herz berührt. Ein Handlungsstrang spielt im Jahre 1961, dem Jahr, in dem P.L.Travers endlich nach Hollywood kam umd mit Walt Disney zu verhandeln. Ein zweiter Handlungsstrang spielt jedoch einige Jahre zuvor und so wird innerhalb geschickt platzierter Flashbacks immer wieder auf Travers Kindheit und gezeigt, wie eng sie eigentlich mit ihrer eignen Figur verknüpft ist. Travers betont immer wieder, das Mary Poppins und die Banks (die Charakter-Familie aus ihren Romanen) zu ihrer Familie gehören. Disney hingegen versucht ihr beizubringen, dass es ihm mit Mickey nicht anders ginge und er verstehe, warum sie sich so schwer tue. Doch sein Pfad zum Erfolg führt eigentlich über eine ganz andere Geschichte. Wie ist aus der kleinen Helen Goff die bitter-witzige P.L.Travers geworden? Aber dazu möchte ich nicht mehr verraten.

© 2013 The Walt Disney Company Germany

Was der Film geschickt anstellt ist das Spiel mit den Emotionen. Im einen Handlungsstrang wird beinahe nur gelacht, 2 Minuten später, im Flashback, hat man wieder Tränen in den Augen. Eine unglaubliche Achterbahnfahrt, wie im Disneyland selbst. Ein weiterer wunderbarer Punkt, den man nur genießen kann, sind die grandiosen Schauspieler. Tom Hanks hat offenbar sogar Walt Disneys Lächeln studiert, denn manchmal vergisst man, einen Film und nicht eine Doku zu sehen. Hanks Bewegungungen und sein Lächeln spiegeln 1 zu 1, was man in klassischem Disney-Material sehen kann. Emma Thompson, fühlt sich wohl in der Rolle einer alternden Dame, die sich in ihrer Rolle nicht wohl fühlt. Dazu spielt sie mit viel Herz, was wohl an IHRER persönlichen Verbindung zum Stoff liegt. Schließlich ist die Ähnlichkeit zwischen dem klassischen Mary-Poppins-Stoff und Emma Thompsons selbst-geschriebenen und gespielten Nanny-McPhee-Spielfilmen offensichtlich. Dazu kommen grandiose Sidekicks: Richard Sherman, der als „Überlebender“ als Consultant während der Draharbeiten zur Verfügung stand und von Jason Schwartzman gespielt wird, sein Bruder Robert Sherman, gespielt von B.J. Novak und nicht zuletzt der Chauffeur Ralph, welcher zugleich witzig und rührend vom großartigen Paul Giamatti gespielt wird.

Einen kleinen Haken hat der Film: Man merkt, dass es Disney ist. Genau das, was P.L.Travers befürchtete, könne mit ihrer Mary Poppins passieren, ist jetzt wohl ihrer eigenen Geschichte passiert. Manche Passagen sind etwas sehr aufgesetzt. Manchmal ist es zu lustig oder zu schnulzig und vor allem: Travers wird manchmal einfach zu bitter dargestellt und Disney als der herzliche Onkel ist zwar eine tolle Rolle für Hanks, jedoch manchmal etwas schwer zu glauben, wenn man sich etwas mehr mit der Person Walter Elias Disney auseinander gesetzt hat.

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Nichtsdestotrotz darf man sich den Spaß nicht verderben lassen. Hier erwarten einen einfach 120 Minuten wunderschönstes Kino. Kleiner Tipp: nehmt euch etwas Tee und Kekse mit ins Kino, denn irgendwann bekommt man automatisch Lust darauf.

Eine Sache noch: Was wirklich Spaß macht ist der tolle Soundtrack; sozusagen die Wiederbelebung der Mary-Poppins-Songs. Unbedingt anhören!

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