Review: FROM HELL von Alan Moore aus der SZ Graphic Novel Serie

Die Süddeutsche Zeitung überrascht immer wieder mit neuen Themen, aus denen die Literaturredaktion wunderbare Bibliotheken zusammenstellt. Als die erste Graphic-Novel-Serie der SZ herauskam, hatte selbst ich als Comicleser noch wenig Berührungen mit dem Medium der etwas ernsteren, dunkleren und bedeutungsvollen Bildergeschichte gehabt. Ich glaube viele Leser sind dank der SZ-Bibliothek an das Thema herangeführt wurden.

Cover From Hell Alan MooreAuch wenn die Krimi-Reihe aus der genannten Reihe schon beinahe ein Jahr auf dem Markt ist, habe ich sie letzten im Regal der Buchhandlung wieder entdeckt und dabei einen Titel gefunden, der mich schon lange interessiert, es aber nie mit nachhause geschafft hat. Alan Moores „FROM HELL„.

Alan Moore (*1953) zählt zu den wichtigsten Autoren, die das Medium Comic hervorgebracht hat. Zu seinen Werken zählen die Szenarios von „Watchmen“, „V wie Vendetta“, „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ und „Lost Girls“. Auf dem Erlanger Comic-Salon 2008 erhielt Moore einen Sonderpreis für sein Lebenswerk. In „From Hell“ macht Moore gemeinsame Sache mit dem schottische Zeichner Eddie Campbell (*1955).

from-hell-dvd-cover-81Gemeinsam arbeiteten Moore und Campbell über 7 Jahre an der Adaption der Jack-The-Ripper-Saga. Hierbei wurden sie meister des Stoffes und lernten alle Theorien und Phantasien rund um die nie aufgeklärte Mordserie kennen. Auch wenn sie sich für eine (laut Ripperologen) sehr unwahrscheinliche Lösung des Falles einigten, wird hier eine Menge Grusel, Spannung und Horror geboten. Nebenbei sogar, wie es der Stoff beinahe verlangt, etwas ungeschönte Erotik. Der 2001 erschienene gleichnamige Film mit Johnny Depp basiert übrigens lose auf dem Comic.

Zu dieser Ausgabe: Das spannende an der SZ-Bibliothek sind ja wirklich die niedrigen Preise. Schon für 19,99€ bekommt man hier knapp 600 Seiten Graphic Novel und das auch noch im Hardcover. Dabei sind hier die Seiten nicht Haarfein, sondern kommen sehr stabil herüber und auch die gesamte Aufmachung des Buches, inklusive Einband, machen einen wertigen Eindruck. Manchmal wirkt es allerdings so, als wenn die skizzenhaften Tuschezeichnungen und vor allem die Texte in den Sprechblasen gerne ein etwas größeres Format genossen hätten, doch dies bringt dem Lesespaß kein Abbruch. Alles in allem ein sehr gelungene Auflage, die sich besonders durch ihr Hardcover von den wabbeligen Taschenbuchausgaben absetzt.

In der SZ-Graphic-Novel-Bibliothek Krimi sind außerdem noch erschienen:

Die gesamte Kollektion gibt es entweder im SZ-Shop oder auch bei Amazon

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