Doctor Who – Wunderschönes Chaos – Rezension

Doctor Who – Wunderschönes Chaos – Rezension

Beinahe jedes Jahr beschenkt uns die BBC mit 13 – 15 neuen DoctorWhoFolgen. Doch vielen ist das einfach nicht genug. Als wäre es nicht schon schlimm genug gewesen, dass der ein oder andere Unterbrechungen von 7 Jahren und mehr erdulden musste, jetzt muss man auch noch über 9 Monate auf die Fortführung der aktuellen Stories warten. Außerdem vermissen einige ihre Lieblingsdoktoren und können mit den neuen vielleicht gar nicht viel anfangen. Für diese Menschen gibt es eine Lösung: Die Romane zur Serie.

Einige Autoren, bei denen der ein oder andere auch schon Folgen schreiben durfte, stürzen sich auf ihren Lieblinsgdoktor und lassen ihn neue Abenteuer erleben. So ist es auch in Garry Russels „Wunderschönes Chaos“. Dank Cross Cult hat das warten für uns in Deutschland ein Ende und auch wir können den Doktor auf Papier verfolgen.

Im Roman kehrt der Doctor (in Tennant-Gestalt) mit Donna (über sie kann man gerne denken, was man will; ich mag sie) nach London zurück. Der Doctor hat einen Auftrag, von dem wir aber zu Beginn nicht viel erfahren und Donna möchte einfach ihre Familie wieder sehen. Während und ein Handlungsstrang erzählt, wie Donna heim kommt, Wilf frisch verliebt ist und Syliva nicht wirklich begeistert, kommen viele kleine Micro-Handlungsstränge auf den Leser zu, die von Weltfirmen berichten, die mit ominöser Technik irgend etwas vor haben. Dazu kommen aber noch ganz kurze Episoden, die die Geschichte auffrischen und erst einmal ein wenig Verwirrung stiften.

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Da sind wir auch schon beim Thema: Verwirrung. Jede Folge von Doctor Who ist mehr oder minder verwirrend und dieser Roman schafft es, das gleiche Gefühl zu wecken, ohne aber, dass man den Faden verliert. Und das ist schön. Die vielen kleinen Episoden zeigen dies und jenes und lassen vermuten, dass als das auf ein großes Ganzes hinaus läuft. Diese Spannung ist unerträglich schön und macht unglaublich Spaß.

Dazu spricht Russel kritische Themen wie Alzheimer und schwierige Familienkonstellationen an, geht auf das Web 4.0 ein und wirkt an manchen Stellen fast gesellschaftskritisch. Das Alzheimer-Thema ist ein Wunschthema des Autoren gewesen und er baut es fabelhaft in einen enorm coolen SciFi-Roman ein.

Ich kann das Buch nur empfehlen; gerade an alle, die es nicht erwarten können, bis es im TV weiter geht und natürlich an jeden, der das Doctor Donna – Gespann genauso vermisst wie ich.

P.S.: Nicht ganz zum Roman, aber zur deutschen Ausgabe: Da die Romane in Deutschland ja etwas später erscheinen, finde ich es bemerkenswert, dass wir extra ein wunderbares Vorwort des Autoren bekommen. Dazu ist das Buch für ein Taschenbuch sehr hochwertig gemacht und übersteht schon zwei Wochen in meiner Tasche neben Kaffee, Laptop, iPad und klebrigen britischen Süßigkeiten ohne große Schäden. Da ist der Preis durchaus gerechtfertigt.

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