Antboy: Ein Superheld als Familienspaß

Seit einigen Jahren beherrschen ja wieder die großen Superhelden aus Hollywood die riesigen Leinwände dieser Welt. Doch mit ANTBOY kommt am 27.03.2014 etwas ganz anderes in deutschen Kinos. Das, was uns da erwartet, kommt aus Dänemark und nicht aus Amerika und der Held ist auch eher klein. Umso cooler aber seine Geschichte.

Poster AntboyANTBOY ist ein sehr beliebtes Kinderbuch (mittlerweile sogar eine Kinderbuchreihe) des dänischen Autors Kenneth Bøgh Andersen. Im Film wird der kleine Pelle vom wunderbaren Oscar Diez gespielt. Pelle ist ein so normales Kind, dass er in der Schule weder bewundert noch gehänselt wird. Diese fehlende Aufmerksamkeit stört ihn ein wenig, vor allem, weil er für seinen großen Schwarm nur Luft zu sein scheint. Das alles soll sich aber ändern, als eine genetisch veränderte Ameise den kleinen Jungen mit dem runden Gesicht beißt. Plötzlich hat Pelle Superkräfte!

Ihm zur Seite stellt sich Wilhelm. Er ist junge aus reichem Haus und er ist die Figur für die Erwachsenen und Comic-Fans, denn er vereint irgendwie 007s „Q“ mit Batmans „Alfred“. Er sorgt für die Ausrichtung, entwirft das Kostüm und hilft Antboy seine Kräfte zu entdecken. Außerdem ist Wilhelm der Comic-Nerd und bringt alle Anspielungen in Richtung Peter Parker, Bruce Wayne oder Hellboy (der sogar als Statue zu sehen ist). Der böse Gegenspieler ist „Der Floh„, der eine große dänische Firma zu Fall bringen will, weil sie ihm gekündigt hat und er somit die Krankheit seiner Mutter nicht helfen konnte.

Antboy - Der Floh

Hier kommt auch schon der erste Punkt, der etwas traurig ist, denn der Film behandelt dieses moralische Dilemma ungefähr 30 Sekunden und spricht dann gar nicht mehr davon. Hier wird es sich ein wenig einfach gemacht, vor allem, weil der Film mit seinen 77 Minuten wohl noch Luft gehabt hätte. Der zweite Punkt wäre hier, dass der Film leider nicht mit dem Buch mithalten kann. Ich habe mir die Hörbuch-Version gegönnt, in der Andreas Fröhlich (bekannt aus die drei ???) die Geschichte liest. Aber immer, wenn es im Buch etwas peinlich, schmierig, lustig oder kompliziert wird, setzt der Film aus. Das ist echt schade!

Ansonsten ist „ANTBOY“ aber trotzdem meine Empfehlung für einen gemütlichen Kino-Nachmittag mit den Kids oder später eine Couch-Session mit der ganzen Familie am Sonntagnachmittag. Alle Comic-Nerds und – Geeks sollten sich den Film ebenfalls gönnen (auch wenn ihr dafür nicht extra ins Kino müsst) um einmal zu sehen, wie Superhelden auch ohne viel Geld viel Spaß machen können. Irgendwie ist der Film wie die Dänen selbst: nicht ganz perfekt, aber er hat unglaublich Charm.

Hier gibt es das saucoole Hörbuch:

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